News der Flugschule

02.07.2017: Hattrick in der UL-Flugschule

Die UL-Flugschule des LSV-Günzburg konnte am vergangen Wochenende einen besonderen Hattrick verzeichnen. Drei Flugschüler, die Ihre Ausbildung am Jahresanfang begonnen haben, konnten am Sonntag von Ihren Fluglehrern Thomas und Dietmar auf Ihre ersten Soloflüge geschickt werden. Geplant war die Aktion nicht. Es hat sich einfach so ergeben, dass die drei Flugschüler mit Ihren Landungen die diensthabenden Lehrer überzeugen konnten, dass Sie es auch alleine hinbekommen. Nachdem auch der obligatorische Checkflug durch den 2. Fluglehrer in Ordnung war, wurde zuerst Uwe Winkler auf die Reise geschickt. Der hatte extra seine Glücksshorts aus dem Schrank geholt, um  seinen Fluglehrern die Entscheidung einfacher zu machen, ihn alleine fliegen zu lassen. Uwe erfüllt sich mit der Fliegerei einen Kindheitstraum und möchte in der Rente zusammen mit seiner Frau, ein paar ausgedehntere Ausflüge unternehmen. Maren Holzwarth, die als Nummer 2 ins Rennen ging, ist schon seit letztem Jahr Mitglied der am Günzburger Flugplatz ansässigen Flying Mädels und kann dann demnächst ohne Fluglehrerbegleitung, an deren Flugvorführungen teilnehmen. Eigentlich hatte sie geplant, den ersten Alleinflug unter der Woche zu machen, um der üblichen Pilotenweihe zu entgehen. Gott sei Dank konnten Thomas und Dietmar diesen perfiden Plan vereiteln. Gegen 16:00 Uhr fand sich dann auch Alexander Hruby völlig ahnungslos zur vereinbarten Flugstunde ein. Alexander, den es beruflich von Karlsruhe nach Kötz verschlagen hat, landete bei der Suche nach einem sinnvollen Hobby bei der Ul-Flugschule des LSV-Günzburg. Für einen Schreibtischtäter (im Volksmund auch Sesselpupser genannt) hat sich Alex sehr schnell in die Materie eingearbeitet und beherrscht sein Luftsportgerät mittlerweile sehr souverän. Nachdem alle Aspiranten jeweils 3 einwandfreie Sololandungen hingelegt hatten, wurden sie von der rein zufällig anwesenden Segelfluggruppe mit dem obligatorischen Schlag auf den Hintern (siehe Pilotenweihe) in die Reigen der Piloten aufgenommen. Bei Artur Piwen, der schon vor 3 Wochen seinen Soloflug absolviert hatte, wurde das Ritual auch endlich nachgeholt. Für alle 4 Soloflieger beginnt jetzt der zweite Teil der Ausbildung. Dieser besteht zum Großteil aus Alleinflügen unter Aufsicht eines Lehrers (Aufsicht = Lehrer sitzt am Boden, trinkt ein dunkelfarbiges, kohlensäurehaltiges Erfrischungsgetränk und bohrt seine Zunge tief in ein mit Erdbeeraroma versehenes Langnese Cornetto Imitat) oder navigatorischen Streckenflügen zu fremden Flugplätzen. Wenn alle so weitermachen und das Wetter mitspielt, werden alle jetzigen Schüler dann im Herbst Ihre Lizenz in den Händen halten und keinen Fluglehrer mehr benötigen. Allen Solofliegern wünschen wir auf diesem Wege nochmal Hals und Beinbruch und immer genügend Luft unter den Tragflächen.

Glückliche Flugschüler: Uwe Winkler, Maren Holzwarth und Artur Piwen.